Das See-Burgtheater

Intendanz 
Leopold Huber, Astrid Keller

Gründung
Im Jahr 1990 durch Hans Ruedi Binswanger und Gregor Vogel. Astrid Keller wirkt als Schauspielerin und Leopold Huber als Dramaturg mit.

Name
Nach dem ersten Spielort, der Seeburg im Seeburgpark Kreuzlingen am Bodensee.

Organisationsform
ab 1999 Verein Präsident Matthias Begemann

Zielsetzung
Ziel ist die Produktion von qualitätsvollen Theateraufführungen mit Ausstrahlung über die Grenzen in der Euregio Bodensee. Hauptaktivität ist das Freilichttheater im Sommer – neu im Seeburgpark in Kreuzlingen. Weitere Projekte finden ganzjährig an aussagestarken Originalschauplätzen statt, (z.B. am Grenzzaun, im Einfamilienhaus, auf dem Schiff, vor einem Bunker….) wo sich Realität und Fiktion auf besondere Weise verbinden

Inhaltliche und ästhetische Ausrichtung
Das See-Burgtheater spricht mit aktuellem kritschen Volkstheater die Menschen in ihrem Lebensbereich an und erobert Zuschauer, die sonst das Theater meiden; im demokratischen Theater sitzt der Apfelbauer neben dem Universitätsprofessor. Was gesagt wird, soll auch verstanden werden. Das See-Burgtheater ist keiner Ideologie und keinem Formalismus verpflichtet. Es beschäftigt sich mit dem Bild des Menschen in seiner Zeit. Und so lange sich der Mensch ein Bild von sich macht, solange den Menschen das Bild von sich interessiert, wird das Theater lebendig und interessant sein.

Entwicklung
Nach der euphorischen Gründungsphase verlassen 1993/94 Gregor Vogel aus beruflichen und Hans Ruedi Binswanger aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des See-Burgtheaters. Um die Idee des Theaters zu retten, übernehmen Astrid Keller und Leopold Huber die Leitung. Mit zunehmendem Erfolg können in allen Bereichen motivierte und kompetente Mitarbeiter gewonnen und kontinuierlich die Zuschauerzahlen gesteigert werden. Mit Stückaufträgen (an Philipp Engelmann, Jo Eisfeld) wird das dramatische Schaffen gefördert und dem Publikum die zeitgenössische Dramatik näher gebracht. 1999 wird der Trägerverein See-Burgtheater gegründet. Erste Präsidentin ist Dorena Raggenbass Beringer.

Arbeitsweise
Es versteht sich von selbst, dass Sommertheater genau so seriös in achtwöchiger Probenzeit erarbeitet wird wie Theater in bestehenden Häusern. Eine geglückte Aufführung zeichnet sich dadurch aus, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, eine gute Arbeit geleistet zu haben, dass die Zuschauer Freude an der Aufführung haben und zahlreich erscheinen, und dass die Arbeitszeit für alle Beteiligten eine harmonische und freudvolle Zeit ist.

Finanzierung
Das See-Burgtheater wird finanziert aus dem Lotteriefonds des Kantons Thurgau, der Stadt Kreuzlingen, von Gemeinden, Stiftungen, Sponsoren aus der Wirtschaft und den Einspielergebnissen. Die Platzausnutzung liegt bei 98%.

Resonanz
Publikumsreaktionen, Zuschauerzahlen und Presseberichte zeigen, dass die kulturell ausgedünnte Grenzregion Theater braucht.