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Frida - Viva la Vida
Uraufführung

Ein Frau Stück
von Leopold Huber

mit Astrid Keller
Regie: Simon Engeli

3. Mai - 2. Juni 2012, 20 Uhr

verschiedene Spielorte (s. u. Spielorte)
(genaue Spieltermine s. u. Spieldaten)

Pressestimmen

TV-Beitrag bei ART-TV über "Frida" -->

Thurgauer Zeitung vom 5. Mai 2012 (pdf-Datei) -->

Südkurier vom (pdf-Datei) -->


ältere Artikel (Vorankündigungen)

Kunstraum für eine Künstlerin

Zoom

Frida – viva la vida. Klaus Hellenstein, Simon Engeli, Leopold Huber und Astrid Keller vom See-Burgtheater stellen das Bühnenbild vor. (Bild: Reto Martin)

Was haben Frida Kahlo und Tom Waits gemeinsam? Nichts, ausser dass sie als Künstler faszinieren – und dass sie dieses Jahr im See-Burgtheater lebendig werden in einem Ein-Frau-Stück und mit dem Kultmusical «The Black Rider».

DIETER LANGHART

KREUZLINGEN. Ein Schussloch durchbohrt das Bild auf dem Prospekt zu «The Black Rider». Denn die Försterstochter Käthchen und der Schreiber Wilhelm lieben sich, ihr Vater aber wünscht sich einen Mann wie Robert, der schiessen kann. Wilhelm kann nicht schiessen. Da kommt ein Fremder daher und will ihm helfen. Das hat seinen Preis: die letzte Kugel wird Stelzfuss lenken.

Astrid Keller spielt Käthchens Mutter, und sie spielt die Hauptrolle im Stück «Frida Kahlo – viva la vida», das Leopold Huber geschrieben hat. Zusammen leiten sie das See-Burgtheater und haben zwei Stücke aufs neue Programm gesetzt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

«Kahlo war eine Dichterin»

Als Huber das erste Mal ein Bild von Frida Kahlo sah, hat es ihn umgehauen. Über die deutsch-mexikanische Malerin gibt es genügend Filme und Theaterstücke, aber noch hat sich niemand mit Kahlos Sprache beschäftigt. Sie erschliesst sich in ihrem Tagebuch, das sie in ihren letzten Lebensjahren geführt hat und das erst kürzlich herausgegeben worden ist. «Die Frau war eine Dichterin», sagt Huber, «ihre Sprache ist so faszinierend wie ihre Bilder.»

Er hat ein Einfraustück über Frida Kahlo geschrieben. Regie führt Simon Engeli, der sein erstes Engagement nach der Ausbildung bei Dimitri am See-Burgtheater hatte: 2005 in «Romeo und Julia». Das Stück über Frida Kahlo habe Zug, Komik und einen perfekten Rhythmus, sagt der Schauspieler.

Um den Schmerz und die Liebe geht es Huber, um das Tragische und das Komische: «Frida und ihr Mann Diego Rivera konnten nicht ohne einander und sie konnten nicht miteinander.» Und weil es im Stück auch um die Kunst und das Leben geht, arbeitet das Theater mit dem Kunstraum Kreuzlingen zusammen, wie bereits 2009 für «Land ohne Worte». Huber: «Für eine Künstlerin braucht es einen Kunstraum, einen künstlichen Raum.» Klaus Hellenstein hat die Bühne entworfen aus blauen Leinwänden, die Projektionsflächen sein und zugleich ein Labyrinth bilden werden.

Astrid Keller fragt sich, was Frida Kahlo wichtiger gewesen sei: die Kunst oder sie selber. Denn die Künstlerin war eine Ikone, ein Mythos – und den will Huber aufblättern, «um zum Kern dieses Menschen zu gelangen». Astrid Keller ist gespannt, wie «Bewegungsspieler» Simon Engeli mit ihr arbeiten wird. «Warum tanzen alle Frida – sie konnte sich nach dem Unfall und den Operationen doch gar nicht bewegen», sagt sie.

Tom Waits: Idyllisch-schauerlich

«Wie gemacht für den Seeburgpark» findet Leopold Huber das Musical «The Black Rider». Ihn hat der Freischütz-Stoff seit jeher interessiert, auf dem die Handlung fusst, und er ist Tom-Waits-Fan der ersten Stunde. Waits hat sein Musikstück zusammen mit William S. Burroughs und Robert Wilson als Heldengeschichte geschrieben, die die Fassaden der bürgerlichen Welt demontiert. Huber zur Figur des unglücklichen Wilhelm und zum Tod seiner Geliebten: «Der Leistungsdruck passt auf unsere Zeit: Man zerstört, was man haben möchte.»

Auch hier hat Klaus Hellenstein (der die Uraufführung 1990 am Thalia-Theater Hamburg gesehen hat) die Bühne entworfen: ein in den Wald gepflanztes Wohnzimmer, idyllisch und schauerlich. Und damit Regisseur Huber den Stoff als Musiktheater abstrahieren kann, lehne er sich stilistisch an deutsche Stummfilme an. Auf der Bühne stehen neben Astrid Keller unter anderem Giuseppe Spina, Lotti Happle und Erich Hufschmid. Wo die Live-Band um Volker Zöbelin Tom Waits' Musik spielt? In einem aufgeschnittenen Wohnwagen.

Frida – viva la vida: 3.5.–2.6. im Kunstraum Kreuzlingen. The Black Rider: 19.7.–18.8. auf der Seeburgpark-Bühne. www.see-burgtheater.ch

 
 
 
 
 
 
 

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