Geschichten aus dem Wiener Wald

Inhalt
Marianne ist jung. Sie glaubt ihr stehe die Welt offen. Den Metzger nimmt sie nicht. Von der Liebe erwartet sie sich mehr, wenn nicht alles. So kommt sie an den Falschen. In der Folge wird ihr alles abgeräumt, was sie je an Hoffnungen hatte. Am Schluss landet sie auf dem harten Boden der Realität, nämlich in den Armen des Metzgers. Der legt seinen Arm um sie und sagt zärtlich: “Ich hab dir mal gesagt, du wirst meiner Liebe nicht entgehen.” Und sie fällt in Ohnmacht.P>

Ödön (Edmund) von Horvath (1901-1938)
Sohn eines ungarischen Diplomaten. Die Familie zog oft um, der kleine Ödön wechselte viermal die Unterrichtssprache. Seine Theaterstücke wie Die Bergbahn (1927), Glaube Liebe Hoffnung (1932), Kasimir und Karoline (1933) gehören zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts. Romane: Der ewige Spiesser (1930), Jugend ohne Gott (1936), Ein Kind unserer Zeit (1937). In Deutschland und Österreich dem Naziterror ausgesetzt, wurden seine Werke verboten. Als er nach Amerika auswandern wollte, wurde er in Paris 1938 von dem herabfallenden Ast einer Kastanie erschlagen. Es gab keine Zeugen.

Geschichten aus dem Wienerwald (1930) ist Horvaths dramatisches Hauptwerk, für das er auf Vorschlag von Carl Zuckmayer mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wurde. Die rechtsradikale Presse nannte das Stück “eine beispiellose Unverschämtheit, ein Unflat ersten Ranges. Horvath sagte selbst: “Man wirft mir vor, ich sei zu unheimlich, und man übersieht dabei, dass ich doch kein anderes Bestreben habe, als die Welt so zu schildern, wie sie halt leider ist.”

Besetzung
Marianne: Karisa Lynn Meyer
Alfred: Tim Kalhammer-Loew
Zauberkönig: Daniel Kasztura
Valerie: Astrid Keller
Oskar: Ulrich Baum
Havlitschek / Mister: Roman Haselbacher
Mutter: Marlise Fischer
Grossmutter / Agentin / Conferencier: Maja Stolle
Erich: Silvio Caha
Emma: Sophie Hichert
Ida: Maria Huber / Veronika Rüttimann
Tanzmädchen: Genevieve Schüepp / Sophie Hichert / Monika Hörni / Judith Geibel

Pressestimmen
Thurgauer Zeitung, Samstag 24. Juli 2004
Tagblatt, Samstag 24. Juli 2004

  • 2004


    von Ödön von Horvath

     

    Regie, Textfassung: Leopold Huber
    Bühne: J. Markus Heer
    Bühnenbau: kubus-frauenfeld
    Licht: Marco Scandola
    Kostüme: Dana Horvat-Schaller
    Choreografie: Sebastian Eilers
    Maske: Diane Bhutia