Mirandolina

Inhalt
Die ebenso hübsche wie kluge Gastwirtin Mirandolina wird von zwei Männern heftig umworben. Sowohl der verarmte, deswegen aber keineswegs weniger hochfahrende Marques Del Guadalijo als auch der neureiche Playboy mit gekauftem Adelstitel – in dieser Inszenierung heisst er Graf Dinkel von Dünkelsbiel – überhäufen Mirandolina mit Geschenken, in der Hoffnung, den Nebenbuhler übertrumpfen zu können. Dem Kellner Fabrizio will dieses Treiben gar nicht gefallen, denn auch er ist hinter seiner Chefin her. Dabei hat er nicht nur Mirandolinas weibliche Reize im Kopf, sondern ebenso ihr Gasthaus. Mirandolina geniesst es, umschwärmt zu sein. Sie spielt ihr Spiel mit den Männern und versteht es dabei meisterhaft, sich alle drei auf Distanz zu halten. Vielmehr macht ihr ein Vierter zu schaffen: der Cavaliere di Ripafratta, ein selbsternannter „Weiberfeind”, der mit Macho-Sprüchen „Frauen sind dumm, weil ihnen Gott keinen Verstand geschenkt hat” versucht, seinem Ruf Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Und genau darin erkennt Mirandolina die Herausforderung: Sie will dem „Junggesellen aus Überzeugung” einen Denkzettel verpassen.
Mit List und Tücke versteht sie es, ihn über beide Ohren in sich verliebt zu machen, um ihn schliesslich zum Kniefall zu zwingen: Er muss öffentlich eingestehen, dass er den Frauen Unrecht getan hat. Damit ist Mirandolina am Ziel. Nun kann sie das Spiel abbrechen und heiraten – aber nicht den bekehrten Frauenfeind, sondern der Kellner Fabrizio ist der Glückliche.
Mirandolina hat die Rechnung ohne den inzwischen wieder zum Frauenhasser mutierten Ripafratta gemacht: Aus Rachsucht kauft er das Gasthaus, in dem Mirandolina wirtet, und stellt sie und ihren Fabrizio kurzerhand auf die Strasse.

Besetzung
Cavaliere di Ripafratta: Klaus Lehmann
Marques Del Guadalijo etc. etc.: Carlos Trafic
Graf Dinkel von Dünkelsbiel: Ulrich Fausten
Mirandolina, Gastwirtin: Astrid Keller
Ortensia, Komödiantin: Eva Behrmann
Dejanira, Komödiantin: Marie-Thérèse Mäder
Fabrizio, Kellner: Domenico Pecoraio
Diener des Cavaliere: Roy Schmid

Pressestimmen
St.Galler Tagblatt, 22.7.96, Stefan Borkert

  • 1996

     

    von Carlo Goldoni

     

    Regie/Bearbeitung: Leopold Huber
    Regieassistenz: Albert Bahmann
    Musiker: Volker Zöbelin
    Choreografie: Carlos Trafic
    Kostüme: Claudia Müller
    Bühne: Markus Heer
    Beleuchtung: Marco Scandola
    Maske: Astrid Dörnath-Balig