Ensemble
Georg Melich absolvierte seine Schauspielausbildung an der Schule des theater der keller in Köln. Danach führte ihn sein Weg ans Theater Konstanz, wo er von 2005 bis 2010 festes Ensemblemitglied war. In der Zeit zwischen 2010 und 2014 arbeitete er als freischaffender Schauspieler. Er gastierte u.a. weiter am Theater Konstanz sowie am Theater Gruppe 80 in Wien, am theater der keller Köln, am Schauspielhaus Düsseldorf, der Komödie Kassel und dem Wallgraben Theater in Freiburg. Von 2014-2020 war er wieder festes Ensemblemitglied des Stadttheater Konstanz. Seit 2020 arbeitete er am TAK in Lichtenstein, der Gems in Singen sowie für Funk und Fernsehen, zuletzt im ARD Bodenseekrimi «Seeland».
«Die Legende von Anne Bonny» ist seine vierte Arbeit am See-Burgtheater.
Foto: Ina Keller
Interview mit Georg Melich
Nach einer durchgehenden Rolle in «Honig im Kopf», spielst du dieses Jahr gleich mehrere Figuren. Was ist die Herausforderung solcher schnellen Wechsel?
Bei schnellen Rollenwechseln gibt es eigentlich zwei grosse Herausforderungen: Die eine ist künstlerisch, die andere eher technisch.
Künstlerisch würde ich es gerne schaffen, dass jede Figur ihre Eigenheiten hat und die Figuren sich durch mein Spiel voneinander unterscheiden, eben wirklich unterschiedliche Charaktere sind. Natürlich hilft das Kostüm und die Maske dabei, diesen Unterschied zu erzeugen. Das führt aber eben zur zweiten Herausforderung, da die vielen schnellen Umzüge bzw. Kostümwechsel einfach geübt werden müssen.
Du bist auch ein versierter Bühnenkämpfer. Was braucht es, bis eine Fechtszene gut sitzt und sicher ist?
Üben, üben, üben. Kampfszenen sind eine Choreographie, die immer wieder trainiert werden muss, bis jeder ganz genau weiss, was sie oder er zu tun hat. Ausserdem braucht es viel Vertrauen untereinander. Jeder muss sich auf die oder den anderen verlassen können. Dann macht es Spass!
Als James Bonny verkörperst du einen unehrlichen, selbstsüchtigen Charakter. Macht es Spass, den «Bösen» zu spielen?
Ja, das macht tatsächlich grossen Spass. Ich denke, jede Heldin und jeder Held braucht einen starken Gegenpart und deswegen versuche ich James Bonny als einen ernstzunehmenden Gegner für Anne anzulegen und dann ist es eigentlich wie Heldsein – nur eben andersrum.
