Stab

Rahel Wohlgensinger

Puppenspiel

Die Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger, geboren 1980, wächst in der Stadt St. Gallen auf. Zunächst studiert sie an der Hochschule für Musik in Winterthur Querflöte, Abschluss 2001. Von 2003-2007 folgt ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Abteilung Puppenspielkunst. 2008 erhält sie einen Werkbeitrag vom Kanton St. Gallen und 2018 einen Kulturförderbeitrag vom Kanton Thurgau. Von 2009 bis 2011 ist sie Ensemblemitglied am Stadttheater Konstanz im Bereich Puppenspiel. Sie ist Gründungs- und Teammitglied der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld. Seit 2007 bis heute ist sie mit ihrem eigenen Theaterunternehmen  unterwegs. Zahlreiche Gastspiele mit eigenen Inszenierungen in der Schweiz und Deutschland. 2024 wird sie für ihre langjährige Arbeit mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet. Seit 2025 leitet sie zusammen mit Giuseppe Spina und Simon Engeli das Seeburgtheater Kreuzlingen. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Kreuzlingen. 

Interview mit Rahel Wohlgensinger

Du spielst den Pavian Rose. Warum ausgerechnet einen Pavian?
Das klassische braune Piraten-Äffchen schien uns für die Open Air-Bühne zu klein. Ein Pavian hat eine stattliche Grösse und einen markanten Kopfbereich, damit wirkt er gut auf die Distanz. Vor allem aber hat es mich gereizt, kein «süsses» Tier zu spielen. Der Kontrast zwischen Roses freundlichem Wesen und seinem furchterregenden Äusseren gefällt mir.

Du bist auch die Co-Autorin dieses Stücks. Wie lief euer Schreibprozess ab?
Zuerst legten wir eine grobe Stück-Idee fest und engagierten zu einem frühen Zeitpunkt das Ensemble. Mit der Besetzung gibt man einer Inszenierung bereits eine Form, die auch das Schreiben beeinflusst. Wir haben dann einen Haufen Anne Bonny-Literatur gelesen, unsere eigene Story und die Dialoge entwickelt. Die Zusammenarbeit mit Simon war eine schöne Erfahrung und wir haben uns gut ergänzt.

Wenn die Premiere geschafft ist, worauf freust du dich während der Vorstellungs-Serie am meisten?
Auf das Zusammenspiel mit den Kolleginnen und Kollegen. Nach der Vorstellung auf den Schwatz an der Bar von Gabriela und Heiner bei einem Drink. Und auf die eine oder andere Piraten- oder Theatergeschichte.